Betreuung

Soziale Betreuung/Beschäftigung

Die soziale Betreuung/Beschäftigung in der „Seniorenwohnanlage am Schildberg“ folgt dem Grundsatz, an die Bedürfnisse, Fähigkeiten und den biographischen Hintergrund des Bewohners anzuknüpfen. Die Angebote werden den verschiedenen Ressourcen unserer Bewohner angepasst und als Einzel- oder Gruppenangebote durchgeführt.

Der „Begleitende Dienst“ bietet folgende Beschäftigungsangebote:

  • Gedächtnistraining
  • Ergotherapie
  • Musik
  • Gesprächsführung (Erzählcafé)
  • Kreatives Gestalten
  • Bewegungsübungen aktiv oder passiv
  • Seniorengymnastikgruppen
  • Sturzprophylaxe (Geh- und Balancetraining)
  • Vorlesen durch Betreuungskräfte und Bewohner
  • Ausflüge
  • Spaziergänge außerhalb der Einrichtung
  • 10 – Minuten – Aktivierung
  • Mithilfe bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten
  • Mitgestaltung/Dekoration der Gemeinschaftsräume
  • Spielenachmittage (Bingo; Karten; Kegeln)
  • Besuche auf vier Pfoten
  • Wahrnehmung im Sinnesgarten

Auch jahreszeitlich bezogene Feste, Ausflüge und Aufführungen gehören zum festen Bestandteil der sozialen Betreuung. Hierbei kommt es auch zur Kontaktaufnahme mit dem örtlichen Gemeinwesen, zum Beispiel in Form von Musikgruppen oder dem Hospizverein.

Der Aufgabenbereich des „Begleitenden Dienstes“ ist eng mit der Pflege verknüpft. Wir versuchen, die individuellen Bedürfnisse, Möglichkeiten und Wünsche im vertrauensvollen Gespräch mit dem Bewohner, Angehörigen, dem Pflegepersonal und anderen Beteiligten zu erkunden, um die inhaltliche Gestaltung der Aktivierung und Strukturierung des Tagesablaufs nach individuellen Bedürfnissen zu planen. Dazu erheben wir gleich nach Heimeinzug – bzw. wenn möglich auch bereits im Vorfeld – in Zusammenarbeit mit dem Bewohner oder einer ihm nahestehenden Person biografische Daten, die in die Planung der Maßnahmen einfließen.

Betreuung dementiell veränderter Bewohner

Unterstützt werden wir in der Arbeit mit dementen Bewohnern durch Betreuungskräfte nach  87 b SGB XI. Mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz wurden die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung für Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistiger Behinderung oder psychischen Erkrankungen ausgeweitet. Eingeführt wurde u.a., dass Pflegeeinrichtungen für Personen, die einen erheblichen allgemeinen Betreuungsbedarf im Sinne des & 45a SGB XI aufweisen, zur Betreuung und Aktivierung zusätzliche Betreuungskräfte einstellen können und dies durch leistungsgerechte Zuschläge nach  87b SBG XI honoriert wird. Aufgabe der Betreuungskräfte ist es u.a., Betroffene in enger Kooperation mit den Pflegekräften bei alltäglichen Aktivitäten wie Spaziergängen, Gesellschaftsspielen, Lesen, Basteln usw. zu begleiten und zu unterstützen. Die “Seniorenwohnanlage am Schildberg” beschäftigt 87b-Kräfte, die regelmäßig qualifiziert und fortgebildet werden.

Demenz

Unter dem Begriff Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, die alle mit einem Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und einer Persönlichkeitsveränderung einhergehen. Die häufigste Form der demenziellen Erkrankung ist die Alzheimer-Krankheit.

Demenzielle Erkrankungen äußern sich im Anfangsstadium durch Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit. Im weiteren Verlauf verschwinden zudem bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses. Betroffenen verlieren zunehmend Fähigkeiten, die sie während ihres Lebens erworben haben, wie zum Beispiel Sprechen oder Rechnen.

Durch den Verlust der gedächtnisabhängigen Fähigkeiten haben Demenz-Patienten mit zunehmendem Krankheitsverlauf Orientierungsschwierigkeiten. Dies betrifft sowohl die eigene Person (wer bin ich?) als auch die Umgebung (wo bin ich?) oder das aktuelle Geschehen (was passiert gerade?).

Beeinträchtigt ist neben der Orientierung auch die Urteilsfähigkeit. Je weiter die Krankheit fortschreitet, desto mehr sind die Betroffenen bei ihren Alltagsaktivitäten wie etwa Waschen, Kochen oder Einkaufen auf Hilfe angewiesen.

Die Demenz-Erkrankung ist damit nicht nur eine “einfache” Gedächtnisstörung. Die Erkrankung zieht den ganzen Menschen, seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben in Mitleidenschaft. Die Demenz wirkt sich stark auf die Persönlichkeit des Betroffenen aus: Zum Teil werden soziale Rollen vergessen. Vor der Demenz kaum wahrnehmbare Persönlichkeitsmerkmale treten spontan in den Vordergrund. Die Betroffenen zeigen starke Stimmungsschwankungen oder sind depressiv. Dadurch erschwert sich der Umgang mit den Demenz-Betroffenen für Angehörige und Pfleger erheblich. Das ist der Grund, warum mit dem Pflege-Weiterentwicklungsgesetz für diesen Personenkreis mit erheblich allgemeinem Betreuungsbedarf zusätzliche Kräfte genehmigt worden sind, wodurch die Betreuung erheblich optimiert werden konnte.